Eulenfisch - Limburger Magazin für Religion und Bildung
(c) Diözesanmuseum Limburg

Gemmen, Gold, Gerichtsvollzieher

Die Limburger Bischöfe im Spiegel ausgewählter Objekte aus dem Diözesanmuseum Limburg

Am 27. Oktober 1876 setzt sich in Koblenz ein Zug in Richtung Mainz in Bewegung. Darin reisen, um einen gewissen Pastor Flors versammelt, mehrere Herren. Unter ihnen befinden sich der ultramontane Generalvikar Matthias Höhler und der katholische Politiker Moritz Lieber, welcher einen grauen österreichischen Militär-Paletot als Camouflage trägt. Ihre Unternehmung gleicht einer Flucht. Vielleicht atmet Pastor Flors auf, als die Gesellschaft bei Bingen das preußische Staatsgebiet verlässt und in Mainz in einen Zug ins bayerische Aschaffenburg umsteigt, um ihre Fahrt zum Schloss Haid in Böhmen fortzusetzen. Denn hinter dem Decknamen Pastor Flors verbirgt sich kein Geringerer als der 1808 zu Geisenheim geborene Peter Joseph Blum, der dritte Bischof von Limburg, den die Preußen wegen „systematischen Widerstandes gegen die Staatsgewalt“ und Aufwiegelung des Klerus polizeilich suchen.

Um 1876 befinden wir uns am Höhepunkt des Kulturkampfes, dem in Limburg der nassauische Kirchenstreit vorausgegangen war. Dabei ging es unter anderem um die Verwaltung des Kirchenfonds und die Besetzung von Pfarrstellen. Unter preußischer Ägide spitzt sich dieser Streit zwischen Staat und Kirche noch weiter zu: Das Jesuitengesetz verbannt den Orden aus dem preußischen Staatsgebiet, das Klostergesetz und die sogenannten Maigesetze bedeuten ein Ende der auch wirtschaftlich wichtigen Wallfahrten z.B. in Bornhofen und führen zum Verwaisen vieler Pfarrstellen, da diese ohne staatliche Genehmigung nicht besetzt werden dürfen.

Bevor Bischof Blum das siebenjährige Exil in Böhmen wählt, vollzieht sich ein erbitterter Streit zwischen Staat und Kirche. Da die katholische Bevölkerung im Herzogtum Nassau in der Minderheit ist und die preußische Regierung ihre Vorstellung von staatlicher Ordnung durchzusetzen sucht, wird der Kulturkampf in den rheinischen Bistümern zu einer besonders bitteren Erfahrung für alle Seiten und Parteien. Das sich heute im Limburger Domschatz befindliche Brustkreuz, welches der Limburger Klerus 1867 seinem Bischof zum Jubiläum geschenkt hatte, spielt in dieser Auseinandersetzung eine unterhaltsame Rolle. Immer wieder verhängt die Staatsregierung Geldstrafen gegen Bischof Blum, der sich der Anzeigepflicht bei der Besetzung von Pfarrstellen widersetzt, so dass es schließlich zu mehreren Pfändungen kommt. Das mit Perlen und Edelsteinen besetzte Brustkreuz, welches sich mit seinem umlaufenden Lilienkamm der Formsprache der Spätgotik bedient, fällt am 19. Februar 1875 dem preußischen Gerichtsvollzieher in die Hände, woraufhin die gesamte Bevölkerung von Limburg entrüstet Solidarität mit dem katholischen Oberhirten übt: Jeder „Tagelöhner“, schreibt Blums Hagiograph Matthias Höhler (mit parteiischem Pathos), „auch die ärmsten Protestanten und Israeliten nicht ausgenommen ... selbst die Frauen der armen Leute“ versammeln sich vor dem Rathaus, um die vergoldete Insignie aus Silber zu ersteigern und dem Bischof zurückzugeben. Auch im 21. Jahrhundert wird sich der zwölfte Bischof von Limburg mit diesem Pektorale schmücken.

In die Regierungszeit von Bischof Blum, besonders ab 1848, fällt das Heranwachsen eines kollektiven Bewusstseins der Katholiken nach der Säkularisation. Dazu gehören das schließlich von den Preußen unterdrückte Wallfahrtswesen, die Bildung katholischer Vereine und Organisationen, das wirksame Hervortreten politischer Sympathisanten (wie der Graf von Walderdorff) sowie schlagkräftige publizistische Organe und deren Leserschaft bzw. die Neuorientierung der Bildungsanstalten. Wie sehr diese Momente der Vergesellschaftung erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts allmählich zur Blüte kommen, so sehr ist es lehrreich, sich die Person des ersten bzw. zweiten Bischofs von Limburg eine Generation vor Peter Joseph Blum vor Augen zu führen. Zwischen

Selbstbewahrung und Selbstverrat

Bischöfe sind, wie alle Menschen, Söhne ihrer Zeit. Sie agieren angesichts der epochalen Herausforderungen und Chancen, die sich ihnen darstellen, und unterliegen daher bestimmten historisch bedingten Konstellationen. Dies gilt insbesondere für den Gründungsbischof des Bistums, Jakob Brand. Er wird 1776, nur wenige Wochen bevor in Philadelphia die Vereinigten Staaten ihre Unabhängigkeit gegenüber der englischen Krone erklären, in Neudorf (heute Mespelbrunn) geboren. Während seiner Tätigkeit als Gymnasialprofessor in Aschaffenburg zeigt er sich durch Pestalozzi beeinflusst und gehört der gemäßigten kirchlichen Aufklärung an. Früh werden auch die nassauischen Behörden auf den Pfarrer von Weißkirchen (ab 1808) aufmerksam, da er als pragmatischer Kopf gilt. Infolgedessen wird der kurmainzische Kleriker zum bevorzugten Kandidaten des nassauischen Herzogs Wilhelm, als sich die langen Debatten zur Neugründung des heutigen Bistums Limburg verdichten. Eine solche Biographie macht Brand allerdings nicht unbedingt zum Lieblingsanwärter der römischen Kräfte, die ihn als zu „regierungsfreundlich“ einschätzen und erst einlenken, nachdem sie keine andere Möglichkeit sehen, die kirchlichen Verhältnisse anderweitig zu ordnen.

Der Historiker Klaus Schatz SJ stellt Brand als einen diplomatisch geschickten Bischof dar, der es verstand, in einer historisch schwierigen Situation jeweils das Bestmögliche für die katholischen Belange zu erreichen. Ein Blick auf die Prachtmitra, die als Teil der ehemaligen kurtrierischen Staatskleinodien während der Säkularisation an den Herzog von Nassau gelangte, macht die Ausgangssituation des Bistums bei dessen Gründung 1827 anschaulich. Als Dotationsgeschenk erhält Bischof Jakob Brand die mit Edelsteinen, Perlen, Diamanten und Emaille besetzte Mitra sowie das dazugehörige Vortragekreuz und den Bischofsstab vom Herzog von Nassau. Die barocke Mitra war in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts von dem Kölner Goldschmied Christian Schweling hergestellt und später durch den Frankfurter Goldschmied Peter Boy veredelt worden. 4 Die vielgestaltig variierten Edelsteine wechseln sich mit den floralen Formen ab und zelebrieren mit barocker, naturphilosophischer Manier den Variantenreichtum der Schöpfung. Unübersehbar allerdings hatte sich 1822 ein kleiner Makel an der Stirnseite dieser Schöpfung eingeschlichen: das blaue Wappen mit dem goldenen Löwen der Herzöge von Nassau.

Bischof Jakob Brand befindet sich also in einem ten Bischof des neuen Bistums an, allem abzusagen, was der katholischen Lehre widerspreche, und den „schismatischen“ Tendenzen der Gemäßigten unter dem rheinischen Klerus abzuschwören, andererseits enthält die Genehmigung des bischöflichen Amtseides durch Nassau folgenden Vorbehalt: „dass aus demselben auf keine Weise irgendetwas abgeleitet oder begründet werden kann, was den landesherrlichen Hoheitsrechten schaden thun könne.“ Sosehr also diese Mitra bis über beide Zöpfe hin mit Edelsteinen geschmückt war, so wenig war sie bei der Errichtung des Bistums Limburg noch ein Symbol für die Souveränität und das Selbstverständnis, wofür sie in den Zeiten der Kurfürsten in Auftrag gegeben worden war.

Jakob Brand und sein Nachfolger Bischof Johann Wilhelm Bausch (1774-1840) stellen sich in vieler Hinsicht also als Symptome eines kirchenstaatlichen Systems dar, wie es sich nach der Säkularisation eher auf der Seite des Staates durchsetzen konnte. Allerdings zeigten sich bereits bei Bausch Risse in der Pose des vorsichtigen Taktierens, das Jakob Brand so vorzüglich verstand.

Aus den Gesten der Schmähung und Repression, die eine Haltung von Katholiken unter protestantischer Herrschaft erforderte, welche zu einem inneren Zwiespalt im Hinblick ihres Glaubens führte, lassen sich die intransigenten Positionen des späteren 19. Jahrhunderts besser begreifen. Es sind im Übrigen auch ähnliche systemische Konfliktlagen, die sich im 21. Jahrhundert in anderen religiösen Strömungen – etwa dem Islam in Europa – zu reproduzieren scheinen.

Nach Jahren eines ungehemmten Frontenaufbaus zwischen dem katholischen Klerus und der preußischen Monarchie, in der die katholische Bevölkerung nach und nach als Bollwerk und Druckmittel eingesetzt worden war, scheint ab 1878 die Friedenspolitik des neuen Papsts Leo XIII. sowie die Entspannungspolitik Bismarcks aus heutiger Perspektive wie ein Trugschluss. Beispiele hierfür sind der vierte und fünfte Bischof von Limburg Johann Christian Roos (1826-1896) sowie Karl Klein (1819-1898).

Ende des Kulturkampfs, Konsolidierung und Kriege

Der Aufstieg Karl Kleins beginnt während des Exils von Bischof Blum in Haid, als dieser die Geschäfte weiterhin besorgt und in ständigem Briefverkehr mit seinem Bischof in Böhmen steht. Karl Klein – von dem ein Kommentator schreibt, er habe „einst in nassauischer Zeit Blum an kirchenpolitischer Intransigenz fast noch übertroffen“ – wird das im 19. Jahrhundert aus glasierter Keramik gefertigte Schreibzeug von Bischof Blum zum Andenken an die Zeit des Kulturkampfs aufbewahren, sodass es heute im Diözesanmuseum zu sehen ist. Der Klein'sche Briefverkehr jedoch scheint einen Gesinnungswandel zu durchlaufen. Während Blum noch 1880 dem Papst schreibt: „Lieber im Exil sterben, als einen der Kirche schändlichen Frieden schließen!“, tunkt sein Vertrauter Karl Klein in Limburg die Feder tief ins Tintenfass und schlägt der Regierung in Wiesbaden einen Handel vor, der als Kompromiss den Exilanten aus Böhmen nach Limburg zurückholt. Besonders als Bischof scheint Klein beispielhaft das Produkt jenes faulen Friedens, der die rasche Beilegung des Kulturkampfes zum Ziel hatte, zu sein. Denn nachdem der Kulturkampf auf vielen Ebenen und alle Bevölkerungsschichten durchziehende tiefe Wunden geschlagen hatte, glaubte nun das Papsttum sowie die preußische Monarchie durch eine sogenannte „Übereinkunft der Souveräne“ den Konflikt gewissermaßen von oben, ohne Rücksicht auf die aufgewühlte Bevölkerung, aus der Welt schaffen zu können.

Gleichwohl entstehen unter Klein zahlreiche neue Seelsorgestellen, ein Ausbau, den sein Nachfolger, der Zisterzienser Dominikus Willi (1844-1913), maßgeblich vorantreiben wird. Der demografische Wandel erforderte besonders in den Städten eine umfassende Verbesserung der Versorgung der Katholiken – waren etwa in Frankfurt Anfang des 19. Jahrhunderts etwa 15 Prozent der Bevölkerung katholisch, so hatte sich der Anteil um 1900 mehr als verdoppelt. Die Optimierung der caritativen Tätigkeiten fanden daher 1897 z.B. in dem durch Matthäus Müller in Wiesbaden gegründeten Diözesan-Caritasverband eine institutionelle Gestalt. Auch die Arbeit der breitenwirksamen katholischen Presse wurde verstärkt, so erhielt das Bistum ab dem 1. Oktober 1889 eine Sonntagszeitung.

Doch der in Domat/Ems bei Chur in Rätien geborene Dominikus Willi steht auch für einen Neuanfang im Ordenswesen. Der historisch hoch gebildete Schweizer beginnt 1888 mit der Neubesiedlung der Abtei Marienstatt im Westerwald und gelangt so in den Umkreis des Bistums. Daneben wird das Mutterhaus der deutschen Pallottiner 1892 in Limburg begründet, das allerdings auch zum Instrument deutscher kolonialer Expansion wird. Als Bischof bewirkt Dominikus Willi eine Vertiefung des geschichtlichen Bewusstseins des Bistums auf vielen Ebenen – etwa bei der Errichtung und Sanierung von zahlreichen kirchlichen Bauten, aber auch durch die Gründung des Diözesanmuseums. Außerdem erlaubt sein in mehreren Bänden handschriftlich geführtes Tagebuch einen einzigartigen Einblick in die Epoche vor dem Ersten Weltkrieg. Er selbst erstellt detailliert ausgearbeitete Pläne für Bildprogramme und Gestaltungsgrundsätze für liturgische Gewänder und Geräte. Beispielhaft hierfür ist die mehrteilige pontifikale Gerätegarnitur, die Willi 1898 bei dem Fuldaer Goldschmied Wilhelm Rauscher in Auftrag gibt. Der im Neorenaissancestil ausgeführte und an seiner Spitze mit Akanthusblättern verzierte Digitus, der als iturgische Lesehilfe zum Anzeigen von Textstellen dient, ist aus versilbertem Messing gearbeitet und trägt auf dem aus einem von Ringen durchbrochenen Rundstab gebildeten Griff das eingravierte Wappen des Limburger Bischofs. 9 Die Künstlerdynastie Rauscher, die ihre Schmiedearbeiten in die gesamte Welt exportierte, stellte zahlreiche Reliquiare, Kelche und andere liturgische Geräte für das Bistum Limburg in einer Zeit gestiegener seelsorgerlicher Anforderungen her. Dazu gehört auch der 1899 entstandene neugotische Georgsstab.

Zwei Objekte, die im Umkreis des 700-jährigen Domjubiläums entstanden, zeigen die teilweise widersprüchliche, aber auch in Teilen couragierte Situation der Katholiken in der Weimarer Republik und im Dritten Reich. In dieser schwierigen Zeit führen der in Eltville geborene Augustinus Kilian (1856-1930) sowie Antonius Hilfrich (1873-1947) aus Lindenholzhausen die Geschicke des Bistums.

Zunächst blicken wir auf den teilvergoldeten Silberkelch mit Amethysten. Dieser wurde 1935 von dem Frankfurter Goldschmied Karl Borromäus Berthold hergestellt, der z.B. auch ein Altarkreuz mit sechs Leuchtern für das Domjubiläum herstellte. Die Oberseite des Fußes ist im Relief belegt mit dreibalkigen Kreuzen, die sich mit Weinlaub abwechseln. Besonders der Nodus und das Kuppakörbchen zeigen mit ihren gestaffelt angeordneten Amethysten Formen des Art déco. Der Künstler selbst allerdings, obwohl oder gerade als Star seiner Zeit, tritt leider bald der NSDAP bei, woraufhin ihm Bischof Hilfrich sämtliche Aufträge entzieht und sich von dem Goldschmied distanziert.

Die hohe, schlanke Christkönig-Monstranz hingegen, die 1930 bei Hugger und Tuch in Mainz entstand, verweist auf eine weitere theologische Nuance, die in den 1930er-Jahren quer zu der dominanten Marienfrömmigkeit steht: Die netzartige Gloriole, die die Figur Christi umgibt, ist von zwölf Medaillons mit den Tierkreiszeichen begleitet, die auf die universale, kosmische Herrschaft Christkönigs hinweist – eine Herrschaft, die den Wandel auch der finstersten Zeit übersteht und alle irdischen Verengungen und Wirren durchbricht.

Der Diözesankonservator Prof. Matthias Kloft wird niemals müde, auf die Interpretation eben dieser Monstranz hinzuweisen, die einen Limburger Geistlichen ins KZ schickte: Christus wird „auch dann noch König sein, wenn die augenblicklichen Machthaber im Grab modern“.

Nachkriegszeit und Gegenwart

Es ist bemerkenswert, dass sich inmitten des sonst recht schwülstigen sogenannten marianischen Jahrhunderts (1850-1950) gerade in der Jugendbewegung eine auf diese Weise konnotierte Christkönig-Frömmigkeit ausbreitete, was auch zu einer tragischen Figur unter den Limburger Bischöfen führt, nämlich der zunächst in Frankfurt wirkende Diözesanjugendseel- sorger und spätere Oberhirte Ferdinand Dirichs (1894- 1948), der bei einem Autounfall nach nur kaum einem Jahr im Amt bei Idstein auf der A3 ums Leben kam.

Vergleicht man die historischen Sinnvergewisserungen um die Jahrhundertwende, wie sie sich etwa im Georgsstab oder anderen Goldschmiedearbeiten Wilhelm Rauschers dokumentieren, mit dem von Michael Wilm entworfenen Pektorale für Bischof Wilhelm Kempf (1906-1982), so wird der gesellschaftliche und kirchliche Wandel der Nachkriegszeit fassbar. Es steht nunmehr weniger ein homogener Rückgriff auf das Mittelalter im Vordergrund, vielmehr meldet sich ein fröhlicher Eklektizismus zu Wort, der in der Kombination von byzantinischer Ornamentik in Anlehnung an die Limburger Staurothek und eingesetzten Goldmünzen (Tiberius, Konstantin, Heraklius, Konstantin VII. und Romanos I.) mit einer modernen hochrechteckigen Gravur des Auferstandenen deutlich wird.

Auch das Porträt des Bischofs Franz Kamphaus (geboren 1932), das sich im bischöflichen Ordinariat befindet, verweist auf den neuen Geist nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil: Es zeigt den Bischof im einfachen priesterlichen Gewand mit einem einfachen Holzkreuz auf der Brust im Vordergrund und die bischöflichen Insignien wie abgelegt im Hintergrund, sodass die Akzentlegung des Bischofs als Mensch und Person, also als Seelsorger, zentralisiert wird, während die amtliche Funktion des Bischofs zwar vorhanden, aber nicht vordergründig wesentlich scheint.

Der zwölfte Bischof des Bistums Limburg Franz-Peter Tebartz-van Elst hat bisher noch keine Gegenstände im Diözesanmuseum aus seiner Zeit zurückgelassen, dafür allerdings befindet sich das Limburger Museum eingeklammert zwischen Mariengarten im Westen und der architektonisch herausstechenden Kapelle Maria mit den Aposteln. Das Gebäudeensemble wird im Osten von einem mächtigen Bronzetor abgeschlossen, das im Relief die Patrone St. Georg und St. Nikolaus sowie die hl. Hildegard von Bingen und die 1978 seliggesprochene Gründerin der Kongregation der Armen Dienstmägde Jesu Christi, auch als Dernbacher Schwestern genannt, Maria Katharina Kasper (1820-1898) zeigt. Wie das Brustkreuz von Bischof Blum, das Franz-Peter Tebartz-van Elst auf seinem offiziellen Porträt trägt, scheint auch Katharina Kasper aus der Regierungszeit Blums und dem mit ihm verbundenen Kulturkampf Eindruck auf den damaligen Bischof gemacht zu haben.