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EULENFISCH 2_2016

Bischof und Bistum
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Preis
Preis: 7,00 €
Beschreibung

Willkommen

Da bin ich, jetzt habt Ihr mich!“, waren die ersten Worte von Bischof Dr. Georg Bätzing bei seiner Ansprache nach der Weihe zum 13. Bischof von Limburg. Dankbarkeit, Freude und Vertrauen auf Gott und ein gutes Miteinander in seiner neuen Diözese standen im Mittelpunkt seiner Rede im überfüllten Dom hoch über der Lahn. Er fühle sich „eingepflanzt in den guten Boden eines liebenswerten und glaubensstarken Bistums“. Worte, die guttun und um Vertrauen werben. Bischof und Bistum. Es wächst in Limburg wieder zusam- men, was zusammengehört.

„Bischof und Bistum“ haben wir auch den jüngsten Eulenfisch ge- nannt, der Bischof Georg ein herzliches Willkommen zuruft und mit einer großen Fotostrecke den Tag der Bischofsweihe in Erinnerung ruft. Wer die Fotos auf sich wirken lässt, spürt die Freude der Menschen und ein wenig Erleichterung, dass Limburg wieder einen Bischof hat. Ausdrucksstark sind auch die Porträts von Persönlich- keiten aus dem Bistum, die dem neuen Bischof ihre Wünsche auf den Weg mitgeben und für ein Bistum mit Profil stehen.

Das Titelbild illustriert für uns den Neuanfang und die damit ver- bundenen vielfältigen, hoch gesteckten Erwartungen und Hoffnun- gen, die an das Amt eines Bischofs allgemein, aber auch ganz konkret an Bischof Georg gerichtet sind. Noch suchend entsteht so umriss- haft ein erstes Bild vom neuen Bischof von Limburg. Gewiss völlig vorläufig und ganz bestimmt unvollständig. Bischof Georg wird dem Amt mit der Zeit noch sein ganz persönliches Profil geben und seinen „Limburger“ Stil entwickeln. Auf alle Fälle verleiht der Bischof als „Frontmann“ und erster Zeuge des Glaubens seinem Bistum ab sofort Gesicht und gibt ihm seine Mitte zurück. Aber keine Mitte ohne Herde. Beides muss zusammenkommen, um glaubensstark von unserer Hoffnung in der Welt Zeugnis zu geben. Für Bischof Georgs Dienst am und im Volk Gottes wünschen wir ihm Gottes Segen, Freude und Gelassenheit!

Martin W. Ramb

 

In der Ausgabe Eulenfisch 2_2016 blättern (Heftauszug). 

 

Inhalt


PERSPEKTIVEN

Fotostrecke - Der Tag der Bischofsweihe
Rainer Maria Kardinal Woelki - Christus verkünden als den Gekreuzigten
Thomas Söding - Wer ist ein guter Bischof?
Josef Freitag - Hörendes Herz
Matthias Theodor Kloft - Vater des Volkes und besonders der Armen
Sr. Raphaela Brüggenthies OSB - Kraft der Erinnerung
Michael Hochschild - Das kollektive Ich und seine Mitte

PRAXIS

Kinderfragen an den Bischof - Eis essen mit dem Bischof
Andreas Thelen-Eiselen - Dom und Bischofsitz
Jakob Kalsch - Der Seele Raum geben
Matthias Cameran - "Die sind meistens dick!"
Matthias Werner - "Christ sein heißt: Zeuge sein!"

KULTUR

August Heuser - Sprechende Architektur
Stephan Schnelle / Clemens Mann -  Kreuz, Drache und Füllhorn
Clemens Mann - Schlicht, schön, würdig
Clemens Mann - Chistus ist die Mitte
Christopher Paul Campbell - Gemmen, Gold, Gerichtsvollzieher
Karl Heinz König - Auf den Spuren des heiligen Georg

FORUM

Christopher Paul Campbell / Martin W. Ramb - "Die Quellen für meine theologische Bildung im Moment ist das Leben"
Fotostrecke - Wünsche an den Bischof
Friederike Lanz - Herztöne und ein Himmel auf zwei Beinen
Kreativ und leidenschaftlich

Der Barmherzigkeitseffekt

Fremdes besitzt eine provozierend elementare Kraft. Fremdes irritiert. Fremdes ängstigt auch bisweilen. Vertrautes wird in Frage gestellt. Das Eigene kann durch die Begegnung mit dem Fremden plötzlich sogar selbst fremd erscheinen. Die Flüchtlinge aus der Fremde stellen unsere europäische Lebensweise in Frage und erinnern uns an das humanitäre, universale Versprechen der europäischen Idee. Gleichzeitig setzen sie ihr Leben dafür ein, Teil unserer Kultur zu werden. Statt solidarisch die moralisch-politische Herausforderung der Zeit mutig anzunehmen, schottet sich Europa ängstlich ab und schlittert in eine nie für möglich gehaltene Identitätskrise. Europa läuft Gefahr, seine Seele zu verlieren. Wird durch das tägliche Drama auf dem Mittelmeer im Grunde eine schon länger schwelende Krise unserer europäischen Gesellschaften nicht gerade erst aufgedeckt? Dabei sollte Europa doch seine Wurzeln besser kennen. Flucht und Vertreibung durchziehen Europa als Erinnerungsspur von der Antike bis in die Gegenwart. Der Mensch ist ein homo migrans. Gerade die Bibel weiß das nur zu gut. Sie liest sich als eine große Erzählung von Flücht lingsschicksalen: „Mein Vater war ein heimatloser Aramäer. Er zog nach Ägypten, lebte dort als Fremder ...“, heißt das älteste Glaubensbekenntnis Israels (Dtn 26,5). Die Bibel ist sicher kein Rezeptbuch für die aktuelle Krise. Sie führt uns aber in eine Kultur der Barmherzigkeit ein, die im Fremden den Gast und im Flüchtling den Nächsten sieht. Papst Franziskus führt diesen Gedanken weiter aus, indem er betont: „Ich darf die anderen nicht katalogisieren, indem ich entscheide, wer mein Nächster ist und wer nicht. Es hängt vielmehr von mir ab, ob ich der Nächste bin – oder nicht – für den Menschen, dem ich begegne und der Hilfe braucht. Auch wenn er ein Ausländer ist oder feindlich gesinnt.“

Ich wünsche Ihnen im Namen der Eulenfisch-Redaktion eine erholsame Ferienzeit.

Martin W. Ramb

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